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Kreuzungsmöglichkeiten für Züge fehlen zwischen Ottbergen und Göttingen
PRO BAHN Göttingen: Gerupfte Bahnstrecken bremsen Fahrplan aus
Zwischen Göttingen, Bodenfelde und Ottbergen wird ab Dezember ein verbesserter Fahrplan angeboten. Zwar stimmen die Anschlüsse in Paderborn, Ottbergen und auch Bodenfelde, doch in Göttingen gehen wichtige Anschlüsse zum ICE nach Hannover und Hamburg verloren. 
Das schreibt PRO BAHN Südniedersachsen in einer Pressemeldung. Von Montag bis Freitag ganztägig und am Samstag bis mittags fährt die Nordwestbahn (NWB) künftig im Stundentakt. Das ist das erfreuliche Ergebnis einer Ausschreibung und verbesserter öffentlicher Zuschüsse aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Doch auf der eingleisigen Nebenbahn Göttingen – Bodenfelde darf weiter nur maximal 60 km/h gefahren werden, eine Zugbegegnung ist nur in Adelebsen und Bodenfelde möglich. Dazu der Fahrgastverband PRO BAHN Südniedersachsen: „Die Züge stehen in Adelebsen oder Bodenfelde zu lange herum, um auf den Gegenzug zu warten.“

Zwar stimmen die Anschlüsse in Paderborn, Ottbergen und auch Bodenfelde, doch in Göttingen gehen wichtige Anschlüsse zum ICE nach Hannover und Hamburg verloren – und umgekehrt. „Alle reden momentan von Streckenreaktivierungen in Niedersachsen. Doch oft ist die Infrastruktur auf aktiven Strecken so schlecht, dass mögliche Kundenpotenziale nicht gehoben werden können. Dies trifft besonders auf Südniedersachsen zu.“ Das Fazit von Gerd Aschoff, Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbandes Südniedersachsen, fällt in Hinblick auf die Übertragung der Strecke Göttingen – Bodenfelde – Ottbergen von der Deutschen Bahn auf die NWB eher ernüchternd aus. PRO BAHN-Fahrplanexperte Michael Reinboth wurde deshalb persönlich bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) vorstellig, ohne allerdings konkrete Ergebnisse zu erreichen.

Neben den dürftigen Fahrzeiten und fehlenden Anschlüssen lassen PRO BAHN der parallele Busverkehr auf den Linien Göttingen – Uslar und Göttingen – Hardegsen am Erfolg des neuen Bahn-Konzepts zweifeln. Schließlich werden die Mehrleistungen aus Regionalisierungsmitteln finanziert, und die bekanntlich knapp sind. „Wir brauchen zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten zur Beschleunigung des Fahrplans zwischen Göttingen und Paderborn, eine Beschleunigung der Zuggeschwindigkeit und den Umbau des Bahnhofs Ottbergen zwecks Wegfall eines derzeit noch erforderlichen Umstiegs“, fordert Aschoff. Die Lücken schlagen leider auch auf die Strecke Northeim – Bodenfelde durch, wo Züge vor allem in der Mittagszeit keine Anschlüsse haben.

Archivfoto: Bahnhofsgebäude in Bodenfelde
Veröffentlicht am 24.10.2013 | 2.171 Klicks
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