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Eilmeldung: "Plötzliche Wende" in der Haltepolitik des neuen Intercity
IC Aachen - Berlin hält nun doch im Kreis Heinsberg. Ursprünglich war kein Halt geplant.
Die Heinsberger Zeitung (HZ) berichtet in ihrer Freitagsausgabe (25.10.2013) von einer "plötzlichen Wende" bei der Haltepolitik des neuen IC Aachen - Berlin im Kreis Heinsberg.

So soll nach den jüngsten Recherchen der HZ von Donnerstagabend (24.10.2013) - entgegen ursprünglicher Ankündigungen der Bahn - der neue IC nun doch noch einen Halt in Geilenkirchen erhalten. Die Fahrplaninformation dazu wird nach Angaben der Bahn jedoch erst Mitte November in das Auskunftssystem eingepflegt. In einer ursprünglichen Pressemitteilung der DB hieß es noch, Geilenkirchen erhalte nur an Freitagen eine Verbindung nach Berlin und an Sonntagen eine Verbindung aus Berlin.

Diese Information sorgte vor Ort und bei Fahrgastvertretern für deutliche Kritik und Irritationen. Die Kehrtwende, dass der montags bis freitags verkehrende IC Aachen - Berlin (und zurück) nun doch im Kreis Heinsberg hält, ist für viele eine positive und unerwartete Überraschung - ein erster Anfang ist gemacht.

Weitere Forderungen nach einer deutlichen Ausweitung des Fernverkehrs: Attraktive und umweltfreundliche Alternative zum Flugzeug

Forderungen des Fahrgastverbands PRO BAHN gehen aber noch weiter: Um eine wirklich attraktive Alternative zum Flugzeug zu sein, müsse das Fernzugangebot in der Region noch deutlich ausgeweitet werden.

Der Fahrgastverband spricht von einem Mindestangebot von sechs bis acht direkten IC-Zugpaaren und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass Fernzüge nicht nur die Umwelt deutlich entlasten würden, sondern auch in der Reisekette von Stadtzentrum zu Stadtzentrum einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Flugzeug haben: Lange, zeitaufwändige Wege von und zum Flughafen, Kontroll- und Check-in-Zeiten lassen sich beim Benutzen von Fernzügen einsparen.

Um diesen Vorteil auch wieder rundweg nutzen zu können, müsse der Fernverkehr wieder zurück in die Fläche, fordert PRO BAHN. „Mit dem Interregio gab es bis ins Jahr 2000 einen zweistündlichen Fernverkehr von der Region Aachen, der Region Heinsberg und Mönchengladbach nach Berlin und weiteren Zielen in Ostdeutschland“, erinnert Stefan Houbertz (Vorsitzender PRO BAHN Euregio Aachen). „Leider fiel dieses attraktive, erfolgreiche und allseits beliebte Zugangebot dem Rotstift des damaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn zum Opfer, der die Bahn im Auftrag der Politik an die Börse bringen wollte. Von einem Jahr auf das nächste wurden damals zahlreiche Regionen in Deutschland vom Fernverkehr abgehängt.“

Bundespolitik soll Rahmen setzen

„Die Fernzuganbindung der Region ist ein wichtiger Standortfaktor für die lokale Wirtschaft“, unterstreicht Michael Bienick als stellvertretender Vorsitzender die Forderungen von PRO BAHN Euregio-Aachen nach einer Ausweitung des Bahnfernverkehrs.
Hier sei die Politik in der Pflicht, einen angemessenen Rahmen zu setzen, meint Bienick. „Anders, als der Regionalverkehr, der von den Bundesländern verantwortet und mit Regionalisierungsmitteln des Bundes finanziert wird, muss die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr derzeit eigenwirtschaftlich betreiben. Ein Teil des IC-Verkehrs ist jedoch, nicht zuletzt wegen steuerlicher Ungleichbehandlung gegenüber anderen Verkehrsträgern, offenbar nur schwer eigenwirtschaftlich zu betreiben. Doch auch der Fernzugverkehr gehört zur Daseinsvorsorge des Staates.“ Die Bundespolitik sei daher aufgefordert, die Mindeststandards der Bedienung für einen flächendeckenden Fernverkehr festzuschreiben, so der Fahrgastverband.
Veröffentlicht am 23.10.2013 | 2.522 Klicks
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