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Zusätzliche Qualitätsstandards auf der S 5 zwischen Hannover und Paderborn
Mit den aufgepolsterten Sitzflächen wird eine neun Jahre alte PRO BAHN-Initiative umgesetzt. Armlehnen fehlen aber weiterhin
Die Züge der Strecken S 1 Minden – Hannover und S 5 Paderborn – Hannover verkehren seit kurzem mit über Zeitungsanzeigen beworbenen „neuen Qualitätsstandards“. Fahrgäste können sich über eine Videoüberwachung (in allen Fahrzeugen zugesagt bis Ende 2013), mehr Servicemitarbeiter und – das werden die meisten zuerst merken – über aufgepolsterte neue Sitzflächen freuen. Mit den neuen Sitzen wurde nun eine Initiative von PRO BAHN aus dem Jahr 2003 umgesetzt.
„Fahren Sie gerne mit?“ hieß die Umfrage von PRO BAHN Hochstift und dem Regionalverband Ruhr im Jahre 2003 (die Ergebnisse finden Sie hier), an der sich 463 Reisende beteiligten. Damals waren die roten Triebzüge der Marke „ET 425“, die auch auf den S-Bahn-Linien zwischen Hannover, Minden und Paderborn verkehren, gerade neu in die Region gekommen. Die automatischen Türen, die Klimaanlage oder auch die freie Sicht durch den ganzen Zug nahmen die Reisenden zunächst sehr positiv auf. Von einem „völlig neuen Bahngefühl“ sprach der damalige Bahn-Pressesprecher bei einer Präsentationsfahrt, vom „Straßenbahn-Niveau“ Wochen später Pendler in zahlreichen Leserbriefen. Neben vielen guten Neuerungen fehlten den Fahrgästen einige über Jahrzehnte liebgewonnene Details, wie etwa eine Armlehne. PRO BAHN startete eine Internetumfrage zu den Zügen, nachdem PRO BAHN-Mitstreiter in Bayern bereits Verbesserungen in den dort verkehrenden Zügen erreicht hatten. Dort bekamen viele Züge nach einer Sitzprobe beim Hersteller aufgepolsterte Sitze und Armlehnen direkt nachgerüstet. Verbesserungen, auf die Reisende zwischen Westfalen und Niedersachsen noch neun Jahre lang warten mussten. Nun gibt es die neuen Sitze auch hier, die Armlehnen fehlen bis heute.

Von einer Rückkehr „zur 3. Klasse“ oder auch „brettharten Sitzen“ sprachen die Fahrgäste  - 200 Rückmeldungen kamen allein aus dem Raum Paderborn – damals in ihren Kommentaren. Schnell waren die roten Züge als „Cola-Dosen, Quitsche-Enten oder Heulsusen“ verpönt.

Weitere Wünsche von damals sind ebenfalls schon in anderen Regionen Deutschlands umgesetzt. So hängt der Müllbehälter woanders quer und nicht hochkant unter dem Fenster, so dass der Reisende nicht mit seinem Knie dagegen stößt. Auch wurden vielerorts neue Haken für die Garderobe angebracht, damit dem Fahrgast die aufgehängte Jacke nicht im Gesicht hängt. In den Zügen der S 5 ist dieses nach wie vor noch der Fall, da der Haken hier direkt am Gepäcknetz angebracht ist. Die Verbesserungsmöglichkeiten sind also noch nicht voll ausgeschöpft.

Zum Foto: Innenansicht der S 5 zwischen Hannover und Paderborn. Deutlich zu sehen sind die neu aufgepolsterten Sitze. Es fehlen die Armlehnen. In den baugleichen Zügen anderer Regionen wurden die Garderobenhaken (rechts oben zu sehen) an den Wänden angebracht, damit dem Reisenden die Jacke nicht mehr im Gesicht hängt.    
Veröffentlicht am 28.12.2012 | 3.456 Klicks
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