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Blick in die Geschichte: Fahrgäste seit 40 Jahren unter Strom
Am 11. Dezember 1970 erreichten die ersten zwei Sonderzüge unter Fahrdraht Paderborn
Das sich heutzutage auf dem Bahnhof Menschenmassen versammeln, um einen elektrisch betriebenen Zug zu bewundern, ist eher unwahrscheinlich. Vor vierzig Jahren, am 11. Dezember 1970, sah das noch ganz anders aus. Trauben von Paderbornern standen auf den Bahnsteigen Spalier, als die beiden ersten Sonderzüge aus Kassel und Hamm unter der neu errichteten Oberleitung in den Bahnhof einliefen. Von nun an verkehrten die meisten Züge elektrisch, auf den Dampflokomotiven erloschen nach und nach die Feuer.
Ein Stück Fortschritt war auch in Paderborn angekommen. Mit der alten Technik verschwanden für die Reisenden viele Begebenheiten, die über Jahrzehnte einfach zu einer Bahnfahrt gehörten. „Plötzlich qualmte die Heizung nicht mehr und nach dem Öffnen eines Fensters blieb das Abteil frei von Ruß", recherchierte die PRO BAHN- Regionalgruppe Hochstift Paderborn. Heute geben Bahnfreunde viel Geld für Sonderfahrten aus, um genau so etwas noch einmal zu erleben. Auch die Stadt Paderborn konnte sich damals freuen. Ihr versprach die Deutsche Bundesbahn 1970 ein "Ende des Einräucherns." Schon in den ersten Nachkriegsjahren gab es Bemühungen, den flächendeckenden Ausbau unter Fahrdraht möglichst schnell voranzutreiben. Der Nutzeffekt der Steinkohlen betrug nach Angaben der Bahn nur 7-10%. Zudem waren jeden Tag rechnerisch 35.000 Bergarbeiter nötig, um die in den Zügen verfeuerte Kohle zu fördern. Durch den elektrischen Betrieb erhoffte sich die Eisenbahn hohe Einsparungen, da der Strom auch mit minderwertiger Kohle produziert werden konnte. Die Zechen wurden so erst einmal ihre schwer absetzbare „Ballastkohle“ los. Fahrgäste im Raum Paderborn mussten sich bis zur Kombination Strom und Bahn noch etliche Jahre gedulden. Im November 1964 unterzeichneten Ministerpräsident Dr. Meyers sowie der Präsident der Bundesbahn Prof. Dr. Oeftering in Düsseldorf das Zusatzabkommen über die Elektrifizierung der Paderborner Strecke. Das Land gewährte der Bahn damals jährlich 200 Mio. D-Mark Kredit, damit die Elektrifizierung der Strecken in NRW weitergeführt werden konnte. Die Bundesbahn erhoffte sich durch die neue Technik und die damit verbundene Strukturverbesserung mehr Fahrgäste. Das zumindest berichtete der Essener Bundesbahndirektor schon 1968 auf einer Pressefahrt quer durch die Region. Kurz darauf begannen die Arbeiten an der Strecke. Arbeiter setzten Betonfundamente und stellten die Fahrleitungsmasten auf. Zuvor mussten auf vielen Bahnhöfen noch Gleisumbauten vorgenommen werden. Eine staubige Tafel im Paderborner Hbf erinnert heute noch an die Elektrifizierung vor vier Jahrzehnten. Mit Strom betriebene Loks und Züge sind lange alltäglich geworden. So kommt es, dass sich Menschenmassen mittlerweile wieder versammeln, wenn es eine alte Dampflok am Bahnhof zu bestaunen gibt. (Quelle: Archiv PRO BAHN Hochstift)   
Veröffentlicht am 02.01.2011 | 2.372 Klicks
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