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VRR: Zug-Streichungen im Hauruck-Verfahren? - Kritik von Pro Bahn und VCD an Kürzungsplänen
Als "inakzeptabel" haben der Verkehrsclub Deutschland (VCD) NRW und der Fahrgastverband Pro Bahn NRW die vorgesehenen Zug-Streichungen durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr insbesondere auf der Strecke Essen-Haltern bezeichnet. Massive Kritik üben die Verbände dabei am VRR, der die Kürzungen jetzt außerhalb der regulären Termine offenbar sogar in nicht öffentlicher Sitzung schon zum 4. April beschließen lassen will. "Mitten im laufenden Fahrplan die Fahrgäste verwirren, und das im Hauruck-Verfahren durch die Hintertür - so geht es nicht", ärgert sich VCD-Landessprecher Jürgen Eichel.
Hintergrund sind Mittel-Kürzungen bei Bund und Land, bei denen auch nach einigen Umschichtungen eine Lücke bei der Finanzierung des regionalen Schienenverkehrs bleibt. Die Rede ist von 800 000 Zugkilometern landesweit, 311 000 km davon im VRR. Angesichts der Finanzprobleme können sich auch VCD und Pro Bahn einzelne Kürzungen vorstellen, vorher sollte nach Meinung der Verbände allerdings geprüft werden, inwieweit Verrechnungen mit den Zugausfällen des letzten Herbstes und/oder weitere Umschichtungen möglich sind. "Nach unseren Informationen sind in NRW 2003 rund eine Millionen Zugkilometer ausgefallen", so VCD-Sprecher Eichel. Zum Teil werden mit den nicht anfallenden Mitteln allerdings auch Sonderverkehre finanziert.

Besonders kritisch sehen VCD und Pro Bahn, dass der VRR nun erstmals eine gerade erst eingeführte Verbesserung des Integralen Taktfahrplans wieder zurücknehmen will, nämlich den dritten stündlichen Zug auf der Strecke Essen-Recklinghausen-Haltern. "Gerade dieser Zug bietet etwa die besten Anschlüsse von und nach Düsseldorf", erklärt Fahrplanexperte Lothar Ebbers von Pro Bahn NRW. Im letzten Herbst hatte die DB aufgebrachte Pendler aus dem Raum Recklinghausen sogar mit dem Bundesgrenzschutz daran gehindert, statt des verspäteten Nahverkehrszuges den ICE Richtung Düsseldorf zu nutzen, was für bundesweites Aufsehen gesorgt hatte. "Dass nun ausgerechnet hier ein Teil der Verbindungen gestrichen werden soll, kann den dort vorhandenen Unmut nur verstärken", so Ebbers.

Als ärgerlich werten die Verbände zudem den Zeitpunkt: Innerhalb weniger Wochen soll der gedruckte Fahrplan hinfällig sein, und schon Ende Juni treten mit der Eröffnung der Flughafen-Anbindung Köln-Bonn wieder eine Reihe von Änderungen in Kraft. "Drei Fahrplanwechsel im Jahr - wer soll das verstehen?" so Ebbers. Die gesamte Finanzlage auf den Tisch, einzelne zusätzliche Verbindungen überprüfen, und Umsetzung von Maßnahmen im Juni - das wäre für VCD und Pro Bahn die verträglichere Alternative.
Dass in NRW überhaupt über Kürzungen bei Bahn und Bus geredet werden muss, hat auch mit Ministerpräsident Steinbrück zu tun: Die vom Vermittlungsausschuss zum Teil übernommenen Vorschläge zum Subventionsabbau der Ministerpräsidenten Koch und Steinbrück beinhalten umfangreiche Streichungen im öffentlichen Verkehr, während etwa der Straßenbau gar nicht erst auftaucht.
Veröffentlicht am 13.02.2004 | 1.730 Klicks
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