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VCD und PRO BAHN: Energieverbrauch beim Metrorapid drei Mal so hoch wie bei Nahverkehrs-Triebwagen der Bahn
Magnetbahn-Fahrzeuge verbrauchen sogar abgestellt Energie
Politische Prominenz aus Shanghai zurück, Testfahrt gelungen, Anwendungsstrecken gesichert - Zeit, die in Deutschland diskutierten Magnetbahn-Strecken mit nüchternem Blick verstärkt unter die Lupe zu nehmen, meinen der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und PRO BAHN NRW. Die Verbände verweisen dabei auf Erkenntnisse aus ihrem Studium der Machbarkeitsstudie und der 18 Aktenordner Anlagen. Ein zentrales Ergebnis: Der Metrorapid auf der Strecke Dortmund - Düsseldorf würde gut drei mal soviel Energie verbrauchen wie moderne Nahverkehrstriebwagen der Bahn. Entsprechendes gilt für den CO2-Ausstoß. Gegenüber dem ICE 3 würde sich der Unterschied relativieren, der Vergleich fiele aber ebenfalls zugunsten der Bahn aus. Die Zahlen werden inzwischen auch von Gutachter-Seite bestätigt. Und, Kuriosum am Rande: Die Magnetbahn-Fahrzeuge verbrauchen sogar abgestellt Energie.
"Die Behauptung, der Transrapid sei besonders energiesparend, ist falsch", so Lothar Ebbers, Leiter der Fachkommission Metrorapid beim Fahrgastverband PRO BAHN NRW. In den Hochglanz-Broschüren der Transrapid-Lobby würden meist Werte pro Sitzplatz bei bestimmten Fahrgeschwindigkeiten genannt, die zudem auf Berechnungen für die Strecke Hamburg - Berlin basierten. Inzwischen lägen aber Werte für die aktuell diskutierte Strecke Dortmund - Düsseldorf mit ihren fünf Zwischenhalten vor. Danach würde der Metrorapid bei vergleichbarer Kapazität gut drei mal so viel Energie verbrauchen wie der Nahverkehrstriebwagen ET 425 und immer noch mehr als der ICE 3. Nach Berechnungen des an der Machbarkeitsstudie beteiligten Institutes für Bahntechnik in Berlin betragen die Werte für die tatsächliche Fahrt Dortmund - Düsseldorf (Sekundärenergiebedarf pro Zug und Fahrt): Metrorapid 2000 kWh, ICE 3 1700 kWh, ET 425 600 kWh. "Das heißt: Die Zeitersparnis von gut zehn Minuten durch den Metrorapid würde mit einer Verdreifachung des Energieverbrauches erkauft," so Ebbers.

Erstaunt waren VCD und PRO BAHN auch über einen Befund in den Anlagenbänden: Danach würden die Metrorapid-Fahrzeuge sogar abgestellt Energie verbrauchen. "Man könnte sagen: Da ist die stand-by-Schaltung gewissermassen eingebaut", so Jürgen Eichel, Landessprecher des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Mit dem in den Anlagen genannten Energieverbrauch für abgestellte Magnetbahnfahrzeuge von 15 MWh pro Tag könnte man über 500 000 Fernseher einen Tag lang stand-by betreiben.

Fazit der Verbände: Die Tranrapid-Eröffnungsfahrt in China mag eine gewisse Faszination gehabt haben, sollte aber nicht den nüchternen Blick auf die Fakten verstellen. Mit den jetzt genannten Strecken entfalle zudem das Argument, man brauche unbedingt eine Anwendungsstrecke in Deutschland. In NRW spreche fast alles gegen den Metrorapid und für die bessere Bahn als sinnvollere Alternative. Dies gelte erst recht angesichts der ungeklärten Finanzierung für das umstrittene Projekt.
Veröffentlicht am 02.01.2003 | 2.316 Klicks
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