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Schwanhold zum Eisenbahnbundesamt? Oder: Der Bock als Gärtner
Pläne, den ehemaligen Wirtschafts- und Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Ernst Schwanhold, zum neuen Präsidenten des Eisenbahnbundesamtes in Bonn zu machen, stoßen beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) und beim Fahrgastverband PRO BAHN auf entschiedene Ablehnung. Sollte ein entsprechender Bericht (des Magazins "Focus" in seiner aktuellen Ausgabe) zutreffen, "wäre das ein besonders übles Beispiel für Postenschacher und Versorgungsmentalität in der Politik", so VCD-Landessprecher Jürgen Eichel.
Als "grotesk", bewerten die Verbände die zitierte Begründung, wonach Schwanhold durch sein Engagement für das Projekt Metrorapid eine "Nähe zur Bahn" habe. Der Metrorapid soll neben bzw. zum Teil auf die Eisenbahn-Hauptstrecke Düsseldorf - Dortmund gelegt werden und würde etwa zwischen Düsseldorf und Duisburg einen dringend erforderlichen Schienen-Ausbau verhindern. Zudem sollen für das Projekt in großem Ausmaß Bahngleise entfernt und eine ganze Strecke (die sog. "Rheinische Bahn" im nördlichen Ruhrgebiet) stillgelegt werden. Nach den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie würden über 75 Prozent der Metrorapid-Fahrgäste der Bahn entzogen.

Besonders pikant: Das Eisenbahn-Bundesamt ist auch Planfeststellungsbehörde für den Metrorapid - der frühere Metrorapid-Promoter Schwanhold könnte also gewissermassen die offizielle Genehmigung für das umstrittene Projekt erteilen. "Da würde der Bock zum Gärtner gemacht - ein weiterer Tiefschlag für die politische Kultur in unserem Land", so Oliver Stieglitz, Landesvorsitzender von "PRO BAHN". Das Eisenbahnbundesamt brauche unabhängige Kompetenz an der Spitze, um über Netzzugang, faire Wettbewerbsbedingungen für die Bahnen entscheiden zu können und damit mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. "Ein politischer Versorgungsfall ist dazu völlig ungeeignet", so VCD und PRO BAHN.

Nachtrag: Am Tag der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung hat sich die Süddeutsche Zeitung ebenfalls mit dem Thema beschäftigt und in Erfahrung gebracht, dass die Meldung, Herr Schwanhold gehe zum Eisenbahnbundesamt, laut Aussage des Bundesverkehrministeriums in Berlin eine "Zeitungsente" sei.
Veröffentlicht am 10.12.2002 | 1.512 Klicks
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