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Desinformation statt Aufklärung - Massive Kritik von VCD und Pro Bahn an "partnership Metrorapid"
Massive Kritik an der von der Landesregierung ins Leben gerufenen "partnership Metrorapid" haben der Verkehrsclub Deutschland und PRO BAHN geübt. Mit gezielten Falschaussagen über die wundersamen Vorteile des Schwebezuges solle offenbar die Öffentlichkeit getäuscht werden, so die Verbände.
Aktuelles Beispiel: "partnership"-Geschäftsführerin Maria Leenen, die bei der Anhörung im Landtag zum Regionalisierungsgesetz Mitte September erklärte, man könne auf der geplanten Metrorapid-Strecke Dortmund - Düsseldorf "beliebig viele Züge hinteinander fahren lassen".

Schlicht falsch, so VCD und PRO BAHN: So ist laut Machbarkeitsstudie alle zehn Minuten ein Zug vorgesehen, theoretisch möglich wäre ein Abstand von 7,5 Minuten - doch schon davon raten die Gutachter ausdrücklich ab - "aus Gründen der Betriebsstabilität ... nicht zu empfehlen", lautet das nüchterne Fazit (S. 109). Anders als bei der Bahn können beim Metrorapid (mit nur 340 Sitzplätzen etwa halb so viel Kapazität wie ein RegionalExpress mit sechs Doppelstock-Wagen) auch keine zusätzlichen Wagen angehängt werden. "Was bei der Bahn für Großveranstaltungen heute schon Praxis ist, wäre mit dem Metrorapid nach gegenwärtigem Stand unmöglich", so Lothar Ebbers, Leiter der Fachkommission Metrorapid beim Fahrgastverband Pro Bahn. Die Behauptung auch von Vertretern der Landesregierung, bei der WM 2006 größere Mengen Fußball-Fans mit der Magnetbahn transportieren zu wollen, sei vor diesem Hintergrund als Irreführung anzusehen.

Doch damit nicht genug: "partnership Metrorapid" definiert auch Grundregeln der Mathematik neu. "Gleichbehandlung beim Metrorapid heißt, dass wir für solche Systeme mehr Geld ausgeben", so Geschäftsführerin Leenen im Landtag. "Für ein Projekt, das zum Teil sogar Verschlechterungen für die Fahrgäste brächte, auch noch deutlich mehr aufwenden als für die bessere Bahn - eine absurde Idee", so VCD-Sprecher Jürgen Eichel. Als besonders pikant erweist sich diese Forderung angesichts der aktuellen Entwicklung: Bereits für 2002 musste die Landesregierung einen Investitionsstopp für neue kommunale Projekte des öffentlichen Verkehrs in NRW verkünden; wie es 2003 aussieht, ist noch unklar.

"Unser Eindruck ist: Je deutlicher die Schwächen des Metrorapid-Projektes und die finanziellen Probleme zutage treten, um so fantastischer werden die Beschreibungen seiner angeblichen Vorzüge", so VCD-Sprecher Jürgen Eichel. Doch statt Heilsbotschaften seien jetzt Ehrlichkeit und nüchterne Analyse gefragt. Und wenn sich die behaupteten Vorteile nicht oder nur zu immensen Kosten realisieren ließen, müsse man eben irgendwann die Reißleine ziehen. Die aus Sicht der Fahrgäste wirklich dringlichen Verbesserungen in NRW liegen für VCD und PRO BAHN jedenfalls auf der Hand: Neben zusätzlichen Direktverbindungen zähle dazu auch der Ausbau der Bahnstrecke Dortmund - Hamm.
Veröffentlicht am 27.09.2002 | 3.124 Klicks
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