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Bahn-Fahrplanwechsel diesmal ohne Wechsel
Verkehrs- und Naturschutzverbände warnen: Das dicke Ende kommt am 15. Dezember
Den "kleinen" Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn in der Nacht vom 15. auf den 16. Juni 2002 nehmen die Landesverbände von PRO BAHN, Verkehrsclub Deutschland VCD, Naturschutzbund NABU und BUND zum Anlass, um vor Fehlentwicklungen beim Tarif für das Schienenverkehrsangebot zu warnen. Während am kommenden Wochenende das geringfügig geänderte Fahrtenangebot zu praktisch unveränderten Ticketpreisen angeboten wird, stehen zum folgenden Fahrplanwechsel Mitte Dezember gewaltige Preissprünge ins Haus.
Hintergrund sind die Pläne der Deutschen Bahn AG, zum 15. Dezember ein neues Preissystem einzuführen und dann eine DB-BahnCard mit nur noch 25 Prozent Rabatt zu vertreiben. Bisher gab es beim Besitz einer DB-BahnCard 50 Prozent Preisnachlass. Zusätzlich soll es im Fernverkehr je nach Auslastungsgrad der Züge rabattierte Platzkontingente geben, die jedoch im Voraus gebucht werden müssen und nur für die festgelegte Verbindung gelten. "Was für manche Kunden im Fernverkehr interessant sein könnte, bedeutet für Fahrgäste im DB-Nahverkehr eine Preiserhöhung von über 50 Prozent. Das ist verheerend," fasst Kurt Meisen, Tarifexperte von PRO BAHN NordrheinWestfalen, die Bedenken des Fahrgastverbandes zusammen.

Jürgen Eichel vom VCD ergänzt: "Statt Fernverkehrszüge für Verbundfahrscheine in den Verkehrsverbünden zu öffnen und das bestehende Zugangebot zum Wohle der Fahrgäste besser zu nutzen, baut die Deutsche Bahn neue Tarifhürden auf." Mit dem aus dem Flugverkehr entlehnten Tarifmodell verlieren Stammkunden mit BahnCard ihren Vielfahrerrabatt. Günstige Tickets gibt es nur für weniger gefragte Züge bei Festlegung auf eine bestimmte Verbindung. Der Vorsitzende des Naturschutzbundes NRW, Josef Tumbrinck sieht das Ziel einer ökologischen Verkehrspolitik verfehlt: "Wir befürchten eine massive Verärgerung bei zahlreichen Kunden der Bahn, einen dauerhaften Imageverlust für das Verkehrsmittel Eisenbahn und einen Rückgang der Fahrgastzahlen, insbesondere beim spontanen Freizeitverkehr."

Auch Werner Reh vom BUND hält das ab Dezember vorgeschlagene Preissystem für einen Irrweg: "Umweltpolitisch muss es das Hauptziel sein, Neukunden vom Pkw zu gewinnen. Das gelingt mit diesem intransparenten und damit unattraktiven Tarifdschungel nicht." Die Verbände erhoffen sich Unterstützung durch die im Landtag vertretenen Fraktionen und der Landesregierung. Ziel müsse die Erhaltung der BahnCard mit 50Prozent Ermäßigung sein und die Aufwertung zu einer landesweit gültigen "MobilCard" mit Halbpreisermäßigung in allen Bussen und Bahnen. In Schleswig-Holstein wird diese Karte ab Mitte Dezember eingeführt.
Veröffentlicht am 14.06.2002 | 1.483 Klicks
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