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BahnCard-Rabatt erhalten, MobilCard entwickeln
PRO BAHN Landesverband NRW appelliert zu Regionalisierungsmitteln & BahnCard an Landesverkehrsminister Schwanhold
Aus Anlass der derzeit laufenden Landesverkehrsministerkonferenz in Dresden fordert der Fahrgastverband PRO BAHN eine Korrektur des von der Deutschen Bahn für 2002 geplanten neuen Tarifsystems.
Die vorgesehene Halbierung der BahnCard-Ermäßigung bedeutet für BahnCard-Kunden im Nahverkehr eine Fahrpreiserhöhung von 50%. "Diese Preiserhöhung ist nicht nachvollziehbar und in der Höhe völlig überzogen," meint der PRO BAHN-Landesvorsitzende in NRW, Oliver Stieglitz. "Fahrgäste werden zum Auto abwandern, es droht eine verkehrspolitische Katastrophe. Die Länderverkehrsminister müssen handeln, schließlich sind sie es, die Tarife und Angebot im Nahverkehr verantworten."

Aus Sicht des Fahrgastverbands trifft die geplante Entwertung der BahnCard durch Halbierung des Rabattsatzes gerade die treuesten Bahnkunden. Statt der von der Deutschen Bahn geplanten "MiniBahnCard" fordern die Fahrgastvertreter eine Weiterentwicklung der BahnCard zur "MobilCard".

"Eine MobilCard ermöglicht Bahn- und Busfahren zum halben Preis, überall in Deutschland", erläutert Kurt Meisen, Tarifexperte bei PRO BAHN NRW.

Die Schweiz mache mit dem "Halbtaxabo" vor, wie erfolgreich so eine MobilCard sein könne. Hochgerechnet 22 Millionen Nutzer wären bei gleichem Erfolg in Deutschland zu erwarten. Derzeit gibt es bundesweit nur etwa drei Millionen BahnCard-Inhaber. Wichtig für den Erfolg in der Schweiz ist das Engagement der öffentlichen Hand: Die Schweiz fördert den Verkauf des "Halbtax-Abos" und übernimmt einen Teil der Kosten. Dieses "Anreizprogramm zur Nutzung von Bus und Bahn" macht aus Sicht des Fahrgastverbands PRO BAHN auch in Deutschland Sinn. Werden nur drei Prozent von derzeit 13,5 Milliarden Mark, die der Bund den Ländern als Regionalisierungsmittel überweist, zweckgebunden für die BahnCard eingesetzt, so könne die Karte für 170,- DM statt derzeit 270,- DM (2. Klasse) verkauft werden. "Mit überschaubar finanziellem Einsatz werden Millionen neuer BahnCard-Kunden zu gewinnen sein. Haben die Leute erst ihre BahnCard in der Brieftasche, dann wird auch Bahn und Bus gefahren. Denn Tickets zum Halbpreistarif kosten weniger als der Autosprit." Der Erfolg lässt sich am Schweizer Modell ablesen. Mit dem finanziellen Einsatz des Bundes und der Länder muss eine Ausweitung der Gültigkeit in allen Bussen und Bahnen einhergehen. PRO BAHN Vorstand Oliver Stieglitz:

"Statt mit MiniBahnCard und Fahrpreiserhöhung treue Bahnkunden zu vergraulen, können mit der staatlich geförderten MobilCard Millionen neuer Kunden gewonnen werden, die Busse und Bahnen besser auslasten und damit letztlich den Verkehrsunternehmen Mehreinnahmen bescheren. Die Förderung und Einführung der MobilCard ist das beste Kundenbindungsprogramm für Busse und Bahnen, das es gibt. Gerade im Land NRW liegt dafür eine große Chance und Verantwortung, Minister Schwanhold ist am Zug!"
Veröffentlicht am 11.10.2001 | 2.602 Klicks
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